Rezension

Bienensterben
von Lisa O'Donnel


Dumont Verlag
Taschenbuch 9,99 €
ca. 320 Seiten


Originaltitel: The death of bees



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Heiligabend in Glasgow: Die fünfzehnjährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly haben gerade ihre toten Eltern im Garten vergraben. Niemand sonst weiß, dass sie da liegen und wie sie dahin gekommen sind. Und die Geschwister werden es niemandem sagen. Irgendwie müssen sie jetzt allein über die Runden kommen, doch allzu viel Geld verdient Marnie als Gelegenheits-Dealerin nicht. So ist es ihnen ganz recht, als ihr alter Nachbar Lennie, stadtbekannter (vermeintlicher) Perversling, sich plötzlich für sie interessiert. Lennie merkt bald, dass die Mädchen seine Hilfe brauchen. Er nimmt sich ihrer an und gibt ihnen so etwas wie ein Zuhause. Als die Leute jedoch beginnen, Fragen zu stellen, zeigen sich erste Risse in Marnies und Nellys Lügengebäude, und es kommen erschütternde Details aus ihrem Familienleben zum Vorschein, was ihre Lage nur noch komplizierter macht. 
(Quelle:Amazon)



Heute stelle ich euch ein Buch vor, welches definitiv eines meiner Jahreshighlights ist,
denn es hat mich dieses Jahr, bis jetzt zumindest, am meisten vom Hocker gerissen.
Ich gehe davon aus, dass das so schnell kein anderes Buch schaffen wird.

Wir begleiten in diesem Buch zwei komplett 
unterschiedliche Schwestern (man siehe Cover). Man kann
sie wie Tag und Nacht auseinander halten. Die eine ist eine Rebell und die andere
eine vorzeige-Persönlichkeit. Trotzdem sind beide die sympathischsten Charaktere, 
die ich jemals in Büchern angetroffen habe. Sie sind beide total authentisch, man glaubt ihnen jedes Wort. Ebenso die Geschehnisse und das gesamte Buch sind authentisch.
Es ist schrecklich was die beiden Mädchen alles durchleben, was sie bewältigen müssen und was alles auf sie zukommt. Man begleitet sie bei so viel schlechten Dingen, aber trotzdem passieren auch oft schöne Dinge. Ich möchte euch gar nicht zu viel verraten,
lasst euch von dem Lauf der Geschichte selbst überraschen!

Dieses Buch zeigt perfekt auf wie es mit Glück und Unglück zugeht. Manchmal hat man so viel Pech, dass man das schöne gar nicht sieht. Aber manchmal passiert auch einfach so viel schlechtes, dass dann das ganz große Glück auf einen wartet.
Es zeigt einfach auf, dass es eben nicht nur schlechtes gibt, egal wie schlimm
eine Situation oder ein Leben gerade ist. Man muss die Augen nach schöneren Dingen offen halten.

Man verspürt in diesem Buch jegliche Emotionen. Es ging sogar soweit, dass ich teilweise 
dachte, mir passiert das alles und nicht die Charaktere, sondern ich, stecke in der Patsche. 
Die Autorin hat es geschafft eine Geschichte zu schreiben die an Glaubwürdigkeit überhaupt nicht mehr zu übertreffen ist. Dazu noch die wundervoll ausgearbeiten Charaktere, die alle so verschieden und doch immer sympathisch sind.
Es ist eine traurige und doch zugleich schöne sozialkritische Geschichte, die jeder einmal gelesen haben sollte.

Absolute Leseempfehlung!



Cover: 5/5
Charaktere: 5/5
Idee: 5/5
Geschichte: 5/5
Spannung: 5/5
Schreibstil: 5/5



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