Donnerstag, 14. Februar 2019

Rezension


(Quelle: Verlag)
 Straßensymphonie
von Alexandra Fuchs

Einzelband


Drachenmond Verlag


Softcover: 14,99 €

eBook: 4,99 €

ca. 376 Seiten


Erschienen:

20. August 2016

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Seit dem Tod meines Vaters hatte sich alles verändert. Eine Bühne betreten und singen – das würde ich nie wieder können, dessen war ich mir sicher.
Doch dann kam er. Wirbelte alles durcheinander und brachte die Katze in mir zum Fauchen. Gestaltwandler hin oder her, für mich war er nur ein räudiger Straßenköter. Doch seine Band brauchte dringend eine neue Sängerin – und ich jemanden, der mir dabei half, die Musik wieder zu spüren.


Oft kaufe ich Bücher, vor allem eBooks, nur weil mir das Cover sehr gut gefällt. So auch bei Straßensymphonie, denn ich finde das Cover sehr magisch und mit großartigen Farben gestaltet. Leider musste ich mal wieder feststellen, dass das äußere oft nicht so großartig ist, wie das innere. Denn dieses Buch war (leider, leider) mein erster Flop im Jahre 2019.

In dieser Geschichte geht es um Kat, welche eine Gestaltwandlerin ist und in einer Bar für Gestaltwandler arbeitet. Früher hat sie sehr gerne mit ihrem Vater zusammen gesungen, jedoch kann sie dies, seit dem Tod des Vaters, nicht mehr. Sie ist emotional sehr gebrochen und versucht so gut es geht ihr Leben zu leben, bis dann auf einmal eine Band in die Bar kommt, die eine Sängerin sucht. Und so geht Kat mit Levi, Micah und Liz auf eine Reise nach Bremen wo ein Musik Contest stattfindet, bei welchem sie natürlich gewinnen wollen.

Diese Kurzbeschreibung des eBooks hat mich neugierig gemacht, da ich noch kein wirkliches Buch über das Gestaltwandeln gelesen habe. Es hat mir versprochen, dass das Hauptthema Musik ist. Jedoch geht es ungefähr bis zur Hälfte der Geschichte vorrangig um Musik und auf einmal geht die Geschichte in eine ganz andere Richtung. Dies war im ersten Moment nicht mal so schlimm oder verkehrt, aber irgendwie war es ab dem Zeitpunkt einfach nur noch eine Aneinanderreihung von Geschehnissen und langgezogen Beschreibungen.

Am Anfang des Buches fühlte ich beim Lesen noch eine magische Atmosphäre, welche jedoch nach den ersten fünfzig Seiten komplett weg war. Kat war für mich eine Persönlichkeit, die ich im realen Leben niemals mögen könnte. Für mich war sie eine nervige, naive und zickige Person, welche die Dramaqueen höchstpersönlich ist. Ebenso Levi, er ist ganz genauso, denn auch er überdramatisiert alles Mögliche. Für mich muss ein Protagonist nicht sympathisch sein, aber ich sollte seine Handlungen und Gedanken doch verstehen können, denn ich möchte wenigstens verstehen oder wissen wieso sie so oder so handeln. Aber bei jeder Handlung oder bei jedem Gedanken dachte ich: „Was? Wie bitte…?!“. Ich war öfters während dem lesen einfach nur geschockt, da ich während einer Szene in der ich Angst und „Grusel“ empfinden möchte keine erotischen Gedankengänge lesen will. Viele Gedanken waren für mich fehl am Platz.

Ebenso genervt hat mich die Geschwindigkeit des Buches, denn es gibt hier eine Liebesgeschichte, die sich auf den ersten Seiten schon entwickelt, man bekommt aber gar nicht den Funken mit, bei der die Personen sich verlieben. Ich war einfach nur perplex als sie auf einmal innig miteinander umgingen, als würden sie sich schon Jahre kennen. Ich konnte diese Liebesgeschichte einfach nicht ernst nehmen. Es wurde somit zu viel Wert auf Beschreibungen gelegt, welche mich nicht interessiert haben. Zum Beispiel auf Kats übermäßigen Kaffee Konsum, ihren Kleidungsstil, ihr Hungergefühl und ihre Schwärmereien. Wir lesen in diesem Buch gefühlt zehn Mal den Satz, dass irgendjemandes Magen knurrt und bestimmt über zwanzig Mal das Kat Kaffee trinkt. Also es kann sein das manche Leser sowas mögen, aber mein Geschmack ist es definitiv nicht, denn ich habe schon nach dem ersten Mal gecheckt wie gerne Kat Kaffee trinkt. Für mich sind sowas keine schönen Beschreibungen neben der Hauptgeschichte, sondern einfach unnötige Beschreibungen die zum Beispiel mehr in die Erläuterung der Liebesgeschichte oder der späteren Geschehnisse einfließen sollten.

Das Ende hat mir dann das ganze Buch komplett versaut. So ein naives und unmoralisch Ende habe ich noch nie in einem Jugendbuch gelesen. Also wenn ich darüber nachdenke das eventuell 11- oder 12-jährige dieses Buch lesen wird mir wirklich schlecht. Ich möchte natürlich nicht spoilern und vielleicht ist für manche meine Meinung übertrieben, aber ich war wirklich geschockt. Und auch das Ende wurde viel zu schnell abgehandelt.


Natürlich gilt wie immer: Bildet euch eure eigene Meinung. Was mir nicht gefällt, kann euch umso mehr gefallen. Dies waren aber die Gefühle und Eindrücke, welche ich während des Lesens dieser Geschichte hatte.


















2 Kommentare:

  1. Hallo Anna,

    schade, dass dir das Buch nicht so gefallen hat.
    Mir ist es auch unglaublich wichtig, dass ich die Handlungen der Protagonistin nachvollziehen kann und, dass die Gefühle rüberspringen. Unnötige Beschreibungen finde ich sehr nervig, wenn sie nichts zur Atmosphäre beitragen. Ich denke, nach deiner Rezension werde ich höchst wahrscheinlich erst einmal nicht nach dem Buch greifen.
    Deinen Blog habe ich gerade entdeckt und ich bleibe gerne als fleißige Leserin hier!

    LG Emily von Mein Schreibtagebuch

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  2. Vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ich habe mir deinen Blog eben auch mal durchgeschaut und bleibe auch bei dir gerne als Leserin, obwohl ich immer eine der stillen Leserinnen bin :-P

    Ja, es ist wirklich schade, vor allem weil ich sehr ungern "schlechte" Rezensionen schreibe. Aber falls du mal danach greifen solltest, bin ich gespannt auf deine Meinung. Ich werde vorerst keine Bücher der Autorin mehr lesen.

    Liebste Grüße!

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