Rezension

Velvet - Wenn der Vorhang sich öffnet

 sprechen die Geister

Mary Hooper



Bloomsbury Verlag

ca.381 Seiten

Gebundene Ausgabe   16,90€
Kindle Edition              14,99€

Erschienen am 10.September 2011

Originaltitel :
Velvet






Beschreibung :

London, 1901. Nach dem Tod ihres Vaters ist die junge Velvet ganz auf sich gestellt. Eine Stelle als Wäscherin bewahrt sie zwar vor dem Schlimmsten, doch erst als Madame Savoya, ein stadtbekanntes Medium, die Waise unter ihre Fittiche nimmt, scheint die große Chance des Mädchens gekommen.
(Quelle: Amazon)


Meinung :

Das Cover hat mich sehr beeindruckt. Ich wollte dieses Buch schon seit Ewigkeiten lesen
und das nur aufgrund des Covers.
Ich finde dieses Cover verspricht so viel, denn es birgt etwas geheimnisvolles, gruseliges und abenteuermäßiges. Doch leider war dies überhaupt nicht so.

Die Charaktere in diesem Buch sind eigentlich ganz in Ordnung, dass war es dann
aber auch schon. Man kann kaum was zu den jeweiligen Charakteren sagen, da sie 
alle "gleich" sind. Niemand und vor allem nicht mal die Hauptprotagonistin 
sticht aus der Geschichte hervor und das finde ich ziemlich schade.
Ich finde Charaktere sollten, vor allem  in einer kurzen Geschichte, 
gut überdacht und erfunden werden. 
Man konnte keinen Charakter von seinen Charakterzügen unterscheiden.
Der einzige Charakter der mir ansatzweise zugesagt hat war Madame Savoya.
Man hätte sich wirklich mehr Zeit für die Charaktere nehmen sollen.

Die Idee die hinter all dem Steckt war im Grunde in Ordnung, aber das was man denkt, was in dieser Geschichte passiert oder zumindest das, was ich dachte in dieser Geschichte passiert ist ziemlich enttäuschend. Sie hatte eine ganz andere Idee für die Geschichte als die,
die ich erwartet habe. 
Das ist ja an sich auch gar nicht schlimm, so hatte es wenigstens einen Überraschungseffekt, aber die Idee war so plump und einfach umgesetzt worden, das sie dann wirklich schon "nicht mehr gut" war.

Die Geschichte ist ja, wie schon gesagt, ganz anders verlaufen als ich dachte.
Man denkt nämlich, oder zumindest dachte ich das, geht es in diesem 
Buch um wirkliche Geister. Das ist nicht der Fall!
Es geht hier überhaupt nicht um Geister, zumindest nicht um Reelle oder Präsente, 
es geht hier hauptsächlich nur um ein Medium oder mehrere Medien, wenn man 
das so sagen kann.
Am Anfang baut die Geschichte noch auf Spannung auf, weil man etwas ganz tolles 
erwartet, aber ab Seite 100 ungefähr ist das ganze dann ziemlich langweilig und fängt an plump zu werden.
Dadurch das man sich so viel von der Geschichte mit Geistern und "paranormalem" 
erhofft, wird man sehr enttäuscht.
Das Ende war dann wirklich überraschend, weil man es sich so niemals gedacht hätte, was es aber trotzdem nicht zu einem guten Ende gemacht hat.
Überraschungen und Wendungen kann die Autorin wirklich gut in eine Geschichte einbringen, was sie aber noch lange nicht zu einer guten Story gemacht hat.

Die Spannung war wirklich nur auf den ersten 100-150 Seiten vorhanden,
dann war sie für mich weg.
Und wenn mal etwas Spannung da war dann wirklich nur ein bis zwei Absätze lang.
Also für mich war nicht wirklich Spannung in dem Buch, 
mehr kann ich dazu auch nicht sagen.

Der Schreibstil war ja noch das "okayste", wenn man das 
so sagen kann, an dem Buch.
Ich habe wirklich sehr oft gestockt, da die Autorin, für mich,
einen seltsamen, kaum flüssigen Schreibstil hatte.
Nach der Zeit habe ich mich zwar hinein gefunden, aber trotzdem war auch dies nichts für mich.

Also zum Fazit kann ich nur sagen, es ist überhaupt nicht die Geschichte die einem versprochen wird und meine Autorin wird es auch nicht werden, da weder Charaktere, noch Story oder noch Spannung mich wirklich überzeugen konnten.

Falls ihr das Buch trotzdem lesen wollt könnt ihr das natürlich gerne tun und ich wünsche euch viel Spaß dabei :-)!


Bewertung :

Cover: ♥♥♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥♥
Idee: ♥♥♥♥♥
Geschichte: ♥♥♥♥♥
Spannung:♥♥♥♥
Schreibstil: ♥♥♥♥♥


Gesamtwertung :




 






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