Rezension

(Quelle:Verlag)
Saving Grace - 
bis dein Tod uns scheidet
von B. A. Paris
(Einzelband)

banvalet Verlag
Broschirte Ausgabe 9,99 €
ca. 348 Seiten 

Erscheinungsdatum:
21. November 2016

Zu Buch & Verlag


Niemand glaubt dir. Niemand hilft dir. Du gehörst ihm …


Grace und Jack Angel sind das perfekte Paar. Die dreiunddreißigjährige Grace ist warmherzig, liebevoll, bildhübsch. Jack sieht gut aus, ist charmant und kämpft als renommierter Anwalt für die Rechte misshandelter Frauen. Aber sollte man Perfektion jemals trauen? Warum zum Beispiel kann Grace auf Dinnerpartys so viel essen und nimmt doch niemals zu? Warum umgibt ein hoher Zaun Jacks und Graces wunderschönes Haus? Doch wenn man Grace danach fragen möchte, stellt man fest, dass sie nie allein ist. Denn Jack ist immer – wirklich immer – an ihrer Seite …
(Quelle:Verlag)

Über die Autorin:
B.A. Paris wuchs in England auf, hat jedoch den Großteil ihres Erwachsenenlebens in Frankreich verbracht. Sie arbeitete in der Finanzbranche und als Lehrerin. Gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren fünf Töchtern lebt sie auch heute noch in Frankreich. »Saving Grace – Bis dein Tod uns scheidet« ist ihr erster Roman.


Bei dem Genre „Psychothriller“ ist es leider oft so, dass es im Vordergrund meist gar nicht um Psychische Belastungen geht, sondern letzten Endes doch um Gewalt, welche dann im Endeffekt erst zu den psychischen Belastungen führen. Wenn man dann mit dieser Einstellung anfängt einen Psychothriller zu lesen, ist man am Ende umso mehr geschockt, wenn es doch an die Psyche ging. Und genau das hat dieses Buch geschafft, es ist komplett in meine Psyche eingedrungen und das ganz und gar ohne Gewalt.

Man spürt schon im ersten Kapitel, welches während eines Dinners spielt, dass zwischen unseren beiden Protagonisten eine gewisse bedrückende Spannung herrscht. Das spürt man komplett ohne Beschreibungen seitens der Autorin, was mich sehr beeindruckt hat. Denn wer eine bedrückende Stimmung ganz ohne daraufhin weisende Worte in einem ganz normalen Dialog entstehen lassen kann, ist ein Künstler. Ebenso die beeindruckenden Charakterzüge, die sie unseren Figuren in dem Buch gegeben hat, haben diese so plastisch wirken lassen, dass ich öfters wirklich ein „Panik“ Gefühl in mir hatte. Man schließt unsere Protagonistin Grace und deren Schwester Millie von Anfang an ins Herz, da sie eben so real wirken. Ebenso entwickelt man ein großes Hoffnungsgefühl gegenüber der Figur „Esther“, dazu verrate ich aber nicht mehr. So wie die Autorin wollte, dass man diese Personen alle mag, wollte sie, dass man den Ehemann Jack nicht mag. So entwickelt man ihm gegenüber, von der anfänglichen Sympathie, am Ende nur noch Antipathie.

Die ganze Geschichte ist so bedrückend für den Leser, dass man das Gefühl hat, man kommt nie wieder aus diesem „Loch“ welches sich während des Lesens bildet heraus. Öfters musste ich mal ein paar Minuten Pause machen, da es einfach so ein drückendes Gefühl auf meiner Brust verursacht hat, sodass ich beim zuklappen gespürt habe, wie ich teilweise die angehaltene Luft ausstoße, was mir beim Lesen gar nicht bewusst war. Die Spannung, wie ihr euch nun schon denken könnt, war dementsprechend so mächtig, dass ich fast das komplette Buch an einem Tag verschlungen habe. Das hängt natürlich auch mit dem sehr ruhigen und gelassenen Schreibstil, welcher natürlich total gegensätzlich zum Thema des Buches ist, zusammen. Diese ruhige Art verursacht einem während des Lesens noch mehr Angst.

Ich kann euch dieses Buch empfehlen, spreche aber hiermit eine Warnung aus, denn wer momentan viel psychischen Stress hat oder sogar selbst einiges schreckliches erlebt hat. Damit meine ich wer psychisch, ohne Gewalt, missbraucht wurde sollte dieses Buch auf keinen Fall lesen! Allen anderen kann ich nur sagen, dass man dieses Buch nicht verpassen sollte.


 Cover: 5/5
Idee: 5/5
Charaktere: 5/5
Geschichte: 5/5
Spannung: 5/5
Schreibstil: 5/5


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